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„Kein Kind bleibt unversorgt“ – Bündnis für Familie und Soroptimistinnen organisieren am Buß- und Bettag eine Grundschulbetreuung – Unternehmen und Behörden zum Mitmachen aufgerufen

Amberg. Die Schulen bleiben geschlossen, doch Mama und Papa müssen zur Arbeit, weil für sie ein ganz normaler Werktag ist: Diese Situation wiederholt sich in zahlreichen Familien seit 1994 jedes Jahr aufs Neue. Damals wurde für den Buß- und Bettag unter anderem auch in Bayern eine entsprechende Regelung getroffen. Diese aber stellt berufstätige Eltern seither in vielen Fällen vor die Schwierigkeit, eine geeignete Betreuungsmöglichkeit zu finden.

In Amberg gehört dieses Problem glücklicherweise der Vergangenheit an, denn seit 2010 gilt hier das Motto „Kein Kind bleibt unbetreut“. Verantwortlich für die gleichnamige Aktion zeichnen das Amberger Bündnis für Familie mit ihrem Geschäftsführer Reinhold Koppmann sowie den Sprechern des Handlungsfeldes „Familie und Arbeitswelt“, die Beiratsvorsitzende von Donum Vitae in Bayern Maria Geiss-Wittmann, der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Amberg-Sulzbach Johann Schmalzl und Dorothea Seitz-Dobler, die sich in der Agentur für Arbeit Schwandorf für die Chancengleichheit am Arbeitsplatz einsetzt.

Weiterhin engagieren sich auch die Mitglieder von Soroptimist Amberg-Sulzbach und ihre Präsidentin Andrea Huber-Jödicke, indem sie bei der Organisation und Finanzierung des Projekts eng mit dem Familienbündnis zusammenarbeiten. Gemeinsam wurde in diesem Miteinander auch für den diesjährigen Buß- und Bettag am Mittwoch, 21. November, wieder ein Betreuungsangebot organisiert, das dafür sorgt, dass an diesem Tag weder in der Stadt Amberg noch im Landkreis ein Kind im Grundschulalter unbeaufsichtigt bleiben muss.

Dazu wurden erneut zwei verschiedene Wege beschritten. So konnte in Übereinstimmung mit den Rektoren der Amberger Grundschulen sowie einigen Landkreiseinrichtungen und den Trägern der Mittags- und Nachmittagsbetreuung erreicht werden, dass von 8 bis 16 Uhr sämtliche Häuser offenstehen. Dabei warten sowohl ein interessantes Mitmachprogramm als auch ein warmes Mittagessen auf all jene, die an diesem Tag die Schulen besuchen.

Daneben sind aber auch die Unternehmen aufgerufen, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein eigenes Angebot zu unterbreiten. Der so genannte „Kindermitbringtag“ sieht vor, dass Eltern ihre Kinder am Buß- und Bettag zur Arbeit mitnehmen können. Dort sollen diese – unter Umständen nach einer Besichtigung des Arbeitsplatzes von Mama oder Papa – beschäftigt und betreut werden.

Vorschläge, wie ein gelungener „Kindermitbringtag“ aussehen könnte, enthält ein Leitfaden, der auf der Internetseite des Amberger Bündnisses für Familie unter www.familie.amberg.de zum Download bereitsteht. Auch eine umfangreiche Liste mit Programmvorschlägen und bereits erprobten praktischen Beispielen sowie Musterschreiben für Anmeldungen und die Bedarfsplanung können hier abgerufen werden.

Um auf dieses Angebot aufmerksam zu machen und die Unternehmen zum Mitmachen an dieser Betreuungsaktion aufzurufen, erhalten die Unternehmen und erstmals auch die Behörden der Region Amberg-Sulzbach dieser Tage ein Anschreiben von der IHK, das von Johann Schmalzl, Andrea Huber-Jödicke und Maria Geiss-Wittmann unterzeichnet ist.

Darin werden sie gebeten, sich an der Aktion zu beteiligen, um auf diese Weise ihre Solidarität mit den Familien zu bezeugen und ihren Teil zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beizutragen. „Dabei ist es uns neben der Betreuung besonders wichtig, die Öffentlichkeit für die Belange der Familien zu sensibilisieren und auf diese Weise dazu beizutragen, dass deren Interessen künftig mehr Beachtung finden“, verdeutlicht Frau Geiss-Wittmann.

Bereits mit gutem Beispiel voran geht in diesem Fall die Stadt Amberg: Sie lädt seit 2009 am Buß- und Bettag zu ihrem „Mitarbeiter-Kindertag“ ein, in dessen Rahmen Kinder von sechs bis zwölf Jahren ihre Eltern zunächst an den Arbeitsplatz begleiten können. Im Anschluss daran heißt Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer die Kids im Großen Rathaussaal willkommen, bevor jedes Jahr ein neuer attraktiver Programmpunkt auf sie wartet.

In diesem Jahr sind die Mädchen und Buben von der für die Aktion verantwortlichen Gleichstellungsbeauftragten Eveline Süß zu einem Besuch des Erfahrungsfelds der Sinne eingeladen, das an diesem Tag im Seniorenzentrum Bürgerspital Station macht. Außerdem wartet dort eine kleine Stärkung auf die teilnehmenden Kinder.

Nr. 264.1/2012 | 12. November 2012 | 53 Zeilen à ca. 90 Anschläge | su

Grundschulbetreuung am Buß- und Bettag: Folgende Einrichtungen machen mit

Amberg. Die Schulrektoren folgender Grundschulen haben sich bereit erklärt, am diesjährigen Buß- und Bettag am Mittwoch, 21. November 2012, die bestehenden Mittags- und Nachmittagsbetreuungseinrichtungen für die Grundschulkinder zu öffnen: In Amberg die Max-Josef-Schule, die Barbaraschule, die Albert-Schweitzer- und die Dreifaltigkeitsschule I, im Landkreis die Schulen in Freudenberg, Hirschau, Schnaittenbach, Kümmersbruck und Königstein.

Nr. 264.2/2012 | 12. November 2012 | 6 Zeilen à ca. 90 Anschläge | su