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Der „Kilometerkönig“ geht zu Fuß

Amberger Bündnis für Familie stößt Aktion
zur Schulwegsicherheit an –
Auch die Alltagsbewegung wird gefördert

Amberg. „Ich werde Kilometerkönig!“ Dieses Ziel haben in der Stadt Amberg rund 800 Grundschulkinder für Oktober 2008 ins Auge gefasst. Sie alle beteiligen sich an der gleichnamigen Aktion, die vom Amberger Bündnis für Familie ins Leben gerufen worden ist.Das Bündnis wurde 2007 aus der Taufe gehoben und unter der Schirmherrschaft von Oberbürger-meister Wolfgang Dandorfer auf ein breites Fundament gestellt. Insgesamt fünf Arbeitskreise nehmen sich unter seinem Dach der Interessen von Familien und Alleinerziehenden an, um deren Lebenssituation in vielerlei Weise zu verbessern.

Die Aktion „Amberger Kilometerkönig“ wurde von der Gruppe „Lebensraum Stadt“ initiiert, um Eltern und Kinder zum Umstieg vom Auto auf die eigenen, natürlichen „Fortbewegungsmittel“ zu bewegen.„Mit dem Kilometerkönig soll den Schülerinnen und Schülern über einen Wettbewerb vermittelt werden, dass es nicht nur sinnvoll ist, sondern auch Spaß machen kann, den eigenen Schulweg ganz oder auch teilweise zu Fuß zu meistern“, betont Bürgermeister Michael Cerny, der zusammen mit Baureferentin Martina Dietrich die Leitung dieses Arbeitskreises übernommen hat.

 

 


   
  Der Amberger Kilometerkönig: 
  Sowohl die Initiatoren (von links
  Bürgermeister Michael Cerny, Martina
  Eichermüller, Baureferentin Martina
  Dietrich, Sibylle Vinzens von der
  Kommunalen Jugendarbeit und Albert 
  Kiener) als auch die Grundschülerinnen
  und -schüler der Max-Josef-Schule Amberg.
  Fotos: (Stadt Amberg).

Weiterhin getragen wird die Aktion von der die für die Kommunale Jugendarbeit zuständigen Diplom-Pädagogin Sibylle Vinzens, den Arbeitskreismitgliedern Albert Kiener und Martina Eichermüller sowie einer Reihe von Sponsoren.Auch Elisabeth Spörer, die Leiterin der Amberger Max-Josef-Schule unterstützt die Initiative. „Für uns ist es besonders wichtig, die gefährliche Verkehrssituation vor dem Schulhaus zu Schulbeginn und Unterrichtsschluss zu entschärfen“, begründet sie ihr Engagement und ergänzt, dass sie sich nicht nur deshalb eine Langzeitwirkung erhofft.

Mindestens ebenso wichtig ist es ihr und Gymnasiallehrer Albert Kiener, dass die Alltagsbewegung wieder mehr ins Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler rückt: „Man könnte sich so manchen Besuch im Fitnessstudio und etliche Joggingeinheiten sparen, wenn man im täglichen Leben öfter mal zu Fuß gehen oder das Fahrrad benutzen würde.“Der „Amberger Kilometerkönig“ sieht nun vor, dass die teilnehmenden Grundschulkinder im Oktober 2008 an mindestens 15 der insgesamt 22 Schultage zu Fuß zur Schule gehen. Die einzelnen Tage sowie die Gesamtkilometerleistung werden in einen eigens kreierten, kindgerechten Flyer eingetragen und diese Aufzeichnungen Anfang November eingesammelt. Für Diejenigen, die danach die weitesten Wege zurückgelegt haben, wurden attraktive Preise ausgelobt. Dasselbe gilt auch für die teilnehmenden Klassen sowie die Schule mit der größten Teilnehmerzahl: Diese Einrichtung darf ebenfalls eine Auszeichnung entgegennehmen.

„Wir hoffen, damit einen Stein ins Rollen gebracht zu haben“, resümiert Bürgermeister Cerny, der bei der Bündnisgründung auf die Verkehrsproblematik vor den Schulen aufmerksam gemacht worden ist. „Um Abhilfe zu schaffen, wollten wir zunächst ganz andere Lösungswege einschlagen, haben bauliche und verschiedene verkehrsrechtliche Maßnahmen ins Auge gefasst“, erzählt er von den Anfängen. Doch relativ schnell sei man bei der ebenso einfachen wie wirkungsvollen Idee des „Kilometerkönigs“ gelandet, die seiner Ansicht nach „auch für größere Kinder und Erwachsene zur Nachahmung zu empfehlen ist“.  (su)

(41 Zeilen à ca. 90 Anschläge | 202/2008 | 09.10.2008)